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Organisation und Struktur

In der Institution eines Waldorfkindergartens und einer Waldorfkinderkrippe verbinden sich drei Elemente:

  1. Die Erziehungsidee der Waldorfpädagogik
  2. Gesellschaftliche Verhältnisse
  3. Gemeinsames Engagement von Eltern und Erzieherinnen

So entstehen ganz individuelle Einrichtungen, die in erster Linie von einem Prinzip getragen sind: Dem Wesen des Kindes verpflichtet zu sein.
Deshalb stehen der Waldorfkindergarten und die Waldorfkinderkrippe allen Kindern, unabhängig von Religion, Herkunft, Geschlecht und Einkommen der Eltern, offen.

Die Leitungskonferenz der Einrichtung entscheidet über die Höhe der Beiträge.

Die Erzieherinnen entscheiden über die Aufnahme der Kinder, mit dem Bestreben eine ausgewogen alters- und geschlechtsgemischte Gruppe zusammenzustellen. Geschwisterkinder, Mitarbeiterkinder und Umzugskinder aus anderen Waldorfeinrichtungen werden bevorzugt aufgenommen.

Selbstverwaltung

Der Waldorfkindergarten und die Waldorfkinderkrippe Würzburg sind staatlich anerkannt und Mitglied der Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V., sie sind vereinsrechtlich organisiert und gehören dem Verein für Waldorfpädagogik Würzburg e.V. an. Das bedeutet, dass gleichberechtigt neben den Gremien des Krippen-, Kindergarten- und Lehrerkollegiums der Vorstand des Vereins steht, der rechtlich und wirtschaftlich die Verantwortung für die Einrichtung trägt.

Der Vorstand wird alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Eine Kollegin ist zeichnungsberechtigtes Mitglied des Vorstands und vertritt die Belange von Kindergarten und Krippe.

Seit der Begründung der Waldorfpädagogik (1919) gehört die kollegiale Selbstverwaltung zu den besonderen Merkmalen waldorfpädagogischer Institutionen. Das bedeutet, dass alle pädagogisch tätigen Personen gemeinsam mit dem rechtlichen und wirtschaftlichen Träger der Einrichtung an der Wahrnehmung der anstehenden Verwaltungsaufgaben beteiligt sind und auf eine weisungsgebende Hierarchie innerhalb der Mitarbeiterschaft verzichten. Für die Ergreifung der Aufgaben werden im Erzieherkollegium einzelne Delegationen gewählt, die auf bestimmte Zeit bestimmte Aufträge erhalten und dafür mit den notwendigen Entscheidungsbefugnissen ausgestattet sind. Eine dieser Delegationen ist die Leitungskonferenz, die auch eine Delegation des Vorstandes ist. Hier sind aus jeder Gruppe eine Erzieherin, Eltern, Vorstand, Verwaltungskraft und Geschäftsführung vertreten, um den vielfältigen Leitungsaufgaben der Krippe und des Kindergartens gerecht zu werden.

Qualitätsentwicklung

So selbstverständlich auch das Menschenbild der Anthroposophie für alle waldorfpädagogischen Einrichtungen die gemeinsame Grundlage bildet, so unterschiedlich ist doch die konkrete Ausformung jeder Einrichtung und diese befindet sich in einem fortwährenden Entwicklungsprozess. Daher gehört es im Rahmen der Qualitätsentwicklung zur Aufgabe jeder waldorfpädagogischen Institution, ihr jeweiliges pädagogisches Konzept und die daraus resultierenden Organisationsformen nicht nur zu reflektieren und zu beschreiben, sondern sie immer wieder neu den Erfordernissen der Zeit anzupassen. Dies geschieht in Form einer methodisch geführten Leitbildarbeit, an der alle verantwortlich Tätigen unserer Einrichtung teilnehmen. Dadurch ist jeder gehalten, sein eigenes Handeln in Übereinstimmung mit dem Leitbild zu reflektieren und an Konzepten der Weiterentwicklung mitzuwirken. Auch die Eltern und der Träger werden in geeigneter Weise an der Konzeptgestaltung beteiligt, so dass eine gewisse Sicherheit besteht, dass die jeweils aktuellen Bedürfnisse und Fragen Eingang finden können in den Gestaltungsprozess.

Zur Seite steht uns das Qualitätsentwicklungsverfahren „Wege zur Qualität“. Verfahrensschulungen und Entwicklungswerkstätten unterstützen das Kollegium und die Mitarbeitenden des Arbeitskreises bei der gemeinsamen Arbeit.