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Kernleitbild

Die heutigen Lebensbedingungen sind geprägt von immer komplexer werdenden Zusammenhängen unserer hoch technisierten Zivilisation und globalisierten Welt. Diese Entwicklungen führen zu soziokultureller Vielfalt und zu Wandlungen bis in die Familiengestalt hinein.

Dem Bedürfnis des Kindes nach Kontinuität und Sicherheit, nach Echtheit seiner Erlebniswelt und nach Lernen durch Nachahmung wollen wir gerecht werden. In liebevoller Haltung schaffen wir im Würzburger Waldorfkindergarten und in der Waldorfkinderkrippe einen Raum, in dem sich das Kind mit uns als tätigem Vorbild - unabhängig einer individuellen Beeinträchtigung - körperlich, seelisch, geistig und sozial gesund entwickeln kann. Die als Keim im Kinde ruhenden Fähigkeiten sollen zur Entfaltung kommen können.

Das pädagogische Grundprinzip der frühkindlichen Erziehung im Waldorfkindergarten und in der Waldorfkinderkrippe ist das nachahmende Lernen. Dabei fällt der Person der Kindergärtnerin und deren Beziehungsgestaltung zu den Kindern eine entscheidende Bedeutung zu.

Das Fundament für unsere gemeinsame Arbeit ist die von Rudolf Steiner aufgezeigte anthroposophische Menschenkunde und die daraus entwickelte Pädagogik. Die kontinuierliche Arbeit der Erzieherinnen an diesen geistigen Grundlagen ist notwendig, um Antworten geben zu können auf die Fragen und Nöte der Familien unserer Zeit. In der Sozialgemeinschaft soll diese Arbeit als Impuls und Wegbegleiter erlebbar werden.

Die Leitbildarbeit, die Vermittlung des pädagogischen Impulses an die Eltern und die Fort- und Weiterbildung der Kompetenzen der Mitarbeiterinnen verantwortet das Kollegium. Das Kollegium verpflichtet sich darüber hinaus zur regelmäßigen Arbeit an den Grundlagen, um dem pädagogischen Auftrag zeitgemäß gerecht zu werden.

Wir sind eine christlich orientierte, jedoch nicht konfessionell gebundene, Einrichtung. Mit den Kindern und ihren Familien feiern wir die christlichen Jahresfeste. Als inklusive Einrichtung heißen wir Familien aus allen Kulturkreisen willkommen. Die Eltern erkennen das Anliegen der Waldorfpädagogik und die konzeptionelle Umsetzung des Leitbildes als berechtigt an und sind bereit, dies mitzutragen.

Diejenigen Persönlichkeiten, die den Kindergarten und die Krippe aktiv mitgestalten wollen, verpflichten sich im Sinne des Leitbildes Verantwortung zu übernehmen. In der Selbstverwaltung bilden wir Formen der Zusammenarbeit aus, die dem Einzelnen die Möglichkeit eröffnen, in aufgabenbezogenen Delegationen eigenverantwortlich mitzuwirken.

Der Waldorfkindergarten und die Waldorfkinderkrippe Würzburg verstehen sich als eine familienergänzende Einrichtung, in der wir eine Erziehungsgemeinschaft bilden. Diese kann nur ermöglicht werden durch aktive Mitgestaltung und Mitverantwortung des Kollegiums, der Elternschaft und des Trägers.

„Ohne eine von Heiterkeit und herzlicher Wärme durchlichtete,
von phantasievollem Spiel beflügelte Kindheit,
ihre erlebnisreiche Daseinsstufe voll ausbauend,
schieben sich Hindernisse in den Lebensweg,
entbehrt der Mensch die gesunden Grundlagen seiner Biographie.“

Helmut von Kügelgen


Rahmenbedingungen und Rechtsgrundlagen

Die Waldorfkinderkrippe und der Waldorfkindergarten verstehen sich als familienergänzende Einrichtung. Unser Anliegen ist es, eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu bilden, die Eltern in ihrem primären Erziehungsauftrag zu unterstützen und ihnen dabei beratend zur Seite zu stehen.

Als staatlich anerkannte Einrichtung bilden die rechtliche Grundlage das Grundgesetzt, das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) und der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP).


Waldorfpädagogik und der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan

Für die Waldorfkindergarten- und Waldorfkinderkrippenbewegung wurden Bildungs- und Erziehungsziele im Auftrag des Bundes der Freien Waldorfschulen e.V. und der Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. u.a. von den Autoren Telse Kardel, Claudia McKeen, Rainer Patzlaff, Peter Lang und Wolfgang Saßmannshausen erarbeitet und veröffentlicht.

Im Waldorfkindergarten und der Waldorfkinderkrippe Würzburg beziehen wir uns in der Konzeption auf diese Veröffentlichungen und erläutern darauf basierend die Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans.

In unseren Texten wählen wir grundsätzlich die weibliche Form/Anrede im Bezug auf den Erzieherberuf, da dieser bis heute überwiegend von Frauen ausgeübt wird.

Über eine Änderung der Situation würden wir uns sehr freuen, jeder männliche Kollege soll sich nicht nur angesprochen fühlen, sondern wäre uns in unserer Einrichtung herzlich willkommen.